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Katzenschutznetze sind ja eigentlich für die Sicherung von Fenstern,
Türen und Balkonen gedacht, unsere Idee damit einen Teil des Gartens
zu sichern ist eher ein Projekt, dass noch keine langjährige Praxiserprobung
vorweisen kann. Die Erfahrungen über die letzten zwei Jahre machen
uns aber optimistisch.
Für die Planung und Montage haben wir uns an den Standardprodukten
der Bau-, Holz- und Gartenmärkte orientiert:
Wir haben unser "Netzwerk" folgendermaßen aufgebaut:
Das erforderliche Gerüst ähnelt einer ganz einfachen Pergola und
besteht aus Pfosten (70x70x 2500 mm) in Abständen von bis zu 3 m
gesetzt und Sattelbalken oben (Grundmaß 70x 50x4000 mm), die so
zugeschnitten wurden, dass das Ende jeweils genau in der Mitte des
nächsten Pfostens aufliegt.
Die Pfosten haben wir mit Einschlagbodenhülsen am Boden verankert,
die Sattelbalken sind über Winkelverbindern mit den Pfosten verbunden.
Die Überdachung der "Pergola" besteht hier aus transparentem Well-Plexigas
(Wellblech der neuen Generation) - das Material lässt sich ganz
gut bohren, schneiden ist aber nur mit einem Winkelschleifer (normale
Trennscheibe) sinnvoll. In Geschäften mit Zuschnittservice sollte
man sich besser die Platten gleich auf die gewünschte Länge zuschneiden
lassen.
Zum größten Teil haben wir die Dachplatten erst auf die Sattelbalken
geschraubt (eine Welle überlappend) und dann komplett auf die Pfosten
gelegt.
Das Well-Plexiglasdach steht auf beiden Seiten weit genug über
den Sattelbalken, dass ein Überklettern von innen und aussen nicht
möglich sein sollte (je ca. 50 cm).
Als untere Befestigung der Netze haben wir zwischen die Pfosten
Beetrollis eingesetzt und zuletzt das Netz angetackert (min. jede
2.te Masche ist angetackert).
Hinweise und Überlegungen dazu:
Die Netze sind von der Innenseite angebracht, da die Pfosten sonst
noch mehr zum Klettern animieren.
Die Netze werden gerne soweit wie möglich beklettert und gerade
bei unseren jungen und aktiven Katzen war es auch kein Problem horizontal
gespannte Netze (quasi freeclimbing durch den Überhang) zu überwinden.
Wir mussten also die Oberkante mit einem möglichst unüberkletterbaren
Dach sichern.
Das Well-Plexiglasdach steht auf beiden Seiten weit genug über
den Sattelbalken, dass ein Überklettern von innen und aussen nicht
möglich sein sollte (je ca. 50 cm), dabei wirkt dieses Dach immer
noch angenehm unscheinbar.
Wir haben die Dächer mit Gefälle montiert, damit Regen ablaufen
und besonders Schnee abrutschen kann (sonst muss für die Schneelast
der ein wesentlich stärkerer Sattelbalken gewählt werden). Die tieferliegende
Kante weist in die Hauptwindrichtung, das verhindert den Tragfächeneffekt.
Wir gehen davon aus, dass die glatte und sehr nachgiebige Bedachung
auch das Betreten des Daches durch fremde Katzen von oben sehr unangenehm
macht, wir haben diese Dachkonstruktion auch an den Garagenrückwänden
unserer Nachbarn angebracht und hatten seither auch keine Besucher
mehr.
An den kritischen Bereichen, z.B. bei Richtungsänderungen in der
Strecke haben wir das Dach großzügig überlappt und miteinander durch
Blindnieten verbunden.
Wir haben nur transparente Netze verwendet, die kaum zu sehen sind,
die Maschenweite der Netze beträgt 30 mm und wird trotzdem von anfliegenden
Vögeln rechtzeitig erkannt, keine Ahnung ob das bei anderen Maschenweiten
auch so ist.
Für die Pfosten und Balken haben wir druckimprägniertes, abgelagertes
Gartenkonstruktionsholz verwendet. Alle bei uns verwendeten Metallteile
sind verzinkt, noch besser aber auch etwas teurer ist es VA-Material
und -Schrauben (rostfrei) zu verwenden.
In unsere Konstruktion haben wir auch "Schleusen" zum ungesicherten
Bereich eingebaut, diese bestehen aus je vier Pfosten im Karree
angeordnet mit zwei Türen, die nach aussen öffnen (ebenfalls Holzrahmen
mit Netz bespannt). Verwendet haben wir selbstschließende Scharniere
und Magnete, beides aus dem Bereich Möbelbeschläge (Baumarkt).
Viele Grüße, Amelie
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